Bücher zur kritischen (politischen) Bildung

 Veranstaltungsreihe Mai bis Juli 2013 in Frankfurt am Main

Wie (politische) Bildung unter veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen kritisch, emanzipatorisch, solidarisch … sein kann, ist Thema erfreulich vieler neuer Bücher – die nicht nur gelesen, sondern auch diskutiert werden wollen! Die Reihe stellt ausgewählte Bücher vor und gibt Möglichkeiten zum Gespräch mit Autorinnen und Autoren. Eingeladen sind alle Interessierten aus Schule, außerschulischer Bildung, Wissenschaft und politischer Praxis. Es ist hilfreich, aber nicht vorausgesetzt, die Bücher zu kennen oder gelesen zu haben.

Die Reihe im Überblick:

  • Donnerstag, 2. Mai: Handbuch kritische politische Bildung
  • Dienstag, 14. Mai: Solidarische Bildung
  • Dienstag, 28. Mai: Utopie denken, Realität verändern
  • Donnerstag, 6. Juni: Emanzipatorisch, sozialistisch, kritisch, links?
  • Dienstag, 25. Juni: Politische Bildung zwischen Aufklärung und Formierung
  • Donnerstag, 4. Juli: Was heißt kritische politische Bildung heute?

Donnerstag, 2. Mai

Kritische politische Bildung. Ein Handbuch. Herausgegeben von Bettina Lösch und Andreas Thimmel (2010)

Im Gespräch mit Bettina Lösch, Nadine Balzter und Julika Bürgin

Einführung und Moderation: David Salomon

Mit seiner These, dass politische Bildung keinesfalls automatisch kritisch ist, wollte – und hat - hat das Handbuch zu notwendigen Diskussionen angeregt. Das Handbuch versammelt aus unterschiedlichen Perspektiven Beiträge zu Geschichte, Selbstverständnis, Themen und methodisch-didaktischen Überlegungen kritischer politischer Bildungsarbeit. Die Autorinnen und Autoren stammen aus den Bereichen der kritischen Politik-, Sozial- und Erziehungswissenschaft, der Sozialpädagogik/Sozialen Arbeit sowie der politischen Bildungsarbeit. Das Handbuch richtet sich an Bildungsarbeiter/innen, Lehrer/innen, Multiplikatoren/innen, Wissenschaftler/innen der schulischen sowie der außerschulischen politischen Bildung.

Mehr Informationen zum Buch auf der Homepage des Wochenschau-Verlags

Dienstag, 14. Mai

Solidarische Bildung. Crossover: Experimente selbstorganisierter Wissensproduktion. Herausgegeben vom Institut Solidarische Moderne, Redaktion: Johannes Angermüller, Sonja Buckel und Margit Rodrian-Pfennig (2012)

Im Gespräch mit Sonja Buckel und Margit Rodrian-Pfennig

Einführung und Moderation: Juliane Hammermeister

Das bestehende Bildungssystem erhebt zwar den Anspruch demokratischer Bildung – tatsächlich besteht seine Funktion jedoch in der ­Herstellung und Aufrechterhaltung sozialer Ungleichheiten. Das vorliegende Buch fordert deshalb »Solidarische Bildung« ein und richtet sich damit an alle, die sich gegen den neoliberalen Mainstream in Theorie und Praxis zur Wehr setzen wollen. Die AutorInnen bündeln kritische Positionen und konstruktive Lösungsansätze aus Wissenschaft und Politik, den linken Spektren von SPD, Grünen und Linkspartei, NGOs, sozialen Bewegungen und Gewerkschaften. Behandelt werden die Bildungsinstitutionen entlang verschiedener Themenfelder (frühkindliche, schulische, universitäre, berufliche, politische und ästhetische Bildung) sowie im Blick auf Klassenverhältnisse, Gender und Migration.

Mehr Informationen zum Buch auf der Homepage des VSA-Verlags

Dienstag, 28. Mai

Utopie denken – Realität verändern. Bildungsarbeit in den Gewerkschaften. Herausgegeben von Klaus Ahlheim und Horst Mathes (2011)

Im Gespräch mit Horst Mathes, Joachim Beerhorst und Ulrike Obermayr

Einführung und Moderation: Julika Bürgin

In der bildungspolitischen Debatte um lebenslanges Lernen, Beschäftigungschancen und die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland wir die politische Erwachsenenbildung kaum noch thematisiert, gewerkschaftliche Bildungsarbeit gar nicht mehr wahrgenommen. Und in den Theorieentwürfen politischer Bildung selbst ist die soziale Frage wegmodernisiert. Gewerkschaftliche Bildungsarbeit sieht sich selbst in der Tradition einer politischen Erwachsenenbildung, die Emanzipation und soziale Gerechtigkeit als Ziele verfolgt und deshalb die gegenwärtige Gesellschaft kritisieren muss. Was dieser Anspruch unter gegenwärtigen Bedingungen bedeutet, schätzen die Autorinnen und Autoren aus dem Bereich der IG Metall durchaus unterschiedlich ein.

Mehr Informationen zum Buch auf der Homepage des Offizin-Verlags

Donnerstag, 6. Juni

Emanzipatorisch, sozialistisch, kritisch, links? Zum Verhältnis von (politischer) Bildung und Befreiung. Herausgegeben von Janek Niggemann (2012)
Manuskripte 97 der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Berlin: Dietz

Im Gespräch mit Julika Bürgin und David Salomon

Einführung und Moderation: Michael Erhardt

In diesem Band sind Beiträge versammelt, die acht Ansätze linker, emanzipatorischer Bildungstheorien vorstellen. Die AutorInnen aus dem ehemaligen Gesprächskreis Politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung diskutieren Grundlagen einer gesellschaftskritisch ausgerichteten politischen Bildung. Mit Blick auf die Überlegungen von Gramsci, Brecht, Freire, Heydorn, Negt, Holzkamp, der Schulungspraxis der KPD und der Social Justice Education werden Möglichkeiten kritischer Bildungspraxis erörtert. Die teils unbekannten, vergessenen oder verloren gegangenen Zugänge ermöglichen, sich lernend mit den Erfahrungen und Traditionen linker Bildung auseinanderzusetzen.

Das Buch zum kostenlosen Download

Dienstag, 25. Juni

Politische Bildung zwischen Formierung und Aufklärung. Herausgegeben von Klaus Ahlheim und Johannes Schillo (2012)

Im Gespräch mit Johannes Schillo und Benno Hafeneger

Einführung und Moderation: David Salomon

Der Sammelband kritisiert, dass der „wissenschaftliche Mainstream sich vom Gedanken einer aufklärenden, kritischen politischen Bildung längst verabschiedet“ habe und stellt in der Praxis politischer Bildung „Formierungstendenzen“ fest. Die Veranstaltung konzentriert sich dabei auf „neue förderungspolitische Direktiven: Extremismusklausel und Bildung gegen rechts“ (Benno Hafeneger) bzw. die Eckdaten, die Verfassungsschutz und Extremismusforschung bei der „staatlichen Formierung politischer Bildung setzten“(Johannes Schillo).

Mehr Informationen zum Buch auf der Homepage des Offizin-Verlags

Donnerstag, 4. Juli

Was heißt heute kritische politische Bildung? Herausgegeben von Benedikt Widmaier und Bernd Overwien (2013)

Im Gespräch mit den Herausgebern Bernd Overwien und Benedikt Widmaier sowie Autoren des Bandes

Einführung und Moderation: Gerd Steffens

Ist Politische Bildung per se kritisch? Brauchen wir eine Kritische Politische Bildung? Wenn ja – wie viele? Die Vielfalt der in diesem Band vertretenen Autorinnen und Autoren verspricht eine kontroverse Auseinandersetzung mit solchen Fragen. Dabei werden Geschichte, aktuelle politikdidaktische Diskussionen, Theorie und Praxis gleichermaßen als Anknüpfungspunkte gewählt, um eine facettenreiche, wieder sehr aktuelle und notwendige Debatte zum Selbstverständnis der Politischen Bildung zu führen.

Mehr Informationen zum Buch demnächst auf der Homepage des Wochenschau-Verlags

Lageplan der AdA

Uhrzeit und Ort

Alle Veranstaltungen finden um 19 Uhr in der Europäischen Akademie der Arbeit in der Universität Frankfurt am Main (EAdA), Mertonstraße 30, Frankfurt am Main, statt.

Wegbeschreibung: Die Europäische Akademie der Arbeit befindet sich auf dem Gelände der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Stadtteil Bockenheim, neben dem Studierendenhaus, Ecke Gräfstraße.

Anreise mit ÖPNV: ab Hauptbahnhof mit der U 4, ab Hauptwache/Zeil mit U 6/7 bis Haltestelle »Bockenheimer Warte«, mit den S-Bahnen S 3, S 4, S 5 und S 6 bis Haltestelle »Westbahnhof«.

Eine Initiative von Menschen aus Wissenschaft und Praxis politischer Bildung in Kooperation und mit Unterstützung von

  • Europäische Akademie der Arbeit (EAdA)
  • Junge GEW Frankfurt
  • ver.di-Bildungswerk Hessen
  • IG Metall Verwaltungsstelle Frankfurt
  • Karl-Marx-Buchhandlung Frankfurt

Ist das Buch nicht dabei, das dich interessiert? Die Buch-Reihe kann mit anderen und neu veröffentlichten Büchern fortgesetzt werden, wenn sich Menschen darum kümmern. U. a. bei der Abschlussveranstaltung kann darüber gesprochen werden.

Du kannst aber auch über das Kontaktformular gleich mit den InitiatorInnen der Reihe in Kontakt treten.